19.1. Amsterdam

Am Samstagmorgen fahre ich mit der Bahn nach Amsterdam. Ich kaufe mir eine Tageskarte für den ÖPNV und fahre zum Reichsmuseum. Tolle Bilder, eindrucksvoll in ihrer Größe, Lebendigkeit  und Genauigkeit, in dieser Vielfalt so vieler, verschiedener Maler! Die Ausstellung "80 Jahre Krieg für die Unabhängigkeit von Spanien" ist ein wenig enttäuschend. Irgendwie bricht sie mitten drin ab. Man steht ratlos da mit der Frage, und wie ging es jetzt weiter? Das Reichsmuseum ist riesig, man kann nicht alles sehen und nach gut 2 Stunden habe ich genug.

Ich habe im Paket mit der Eintrittskarte für das Reichsmuseum auch eine Besichtigung der Heineken Brauerei gebucht. Sie liegt gleich um die Ecke. Hier ist ein völlig anderes Publikum als im Museum, lauter junge Leute aus aller Herren Länder. Wieso haben die vielen jungen Spanier, Brasilianer, Franzosen Zeit und Geld für solche Touren? Naja, man wird in Gruppen von Raum zu Raum geführt,  wo immer ein junger, smarter Mann oder eine sehr smarte Frau stehen, "hey guys" schreien sie dauernd erklärten irgendwas auf Englisch. Dann eine Multimedia Show, mit lauter Musik, Brummtönen und grellen Video-Clips in schneller Folge. Endlich gibt es Bier in Kölschglasgröße, nur zwei pro Person. Es schmeckt, aber ich habe genug, ich bin auch nicht die Zielgruppe. Lautes Party-Volk, immer in Gruppen oder Cliquen, nix für mich.

Ich schlendere durch die Straßen und finde eine Kneipe, in der auf verschiedenen Bildschirmen Sport übertragen wird. Ich gehe hinein und der Wirt erklärt mir, dass er auch in der Lage ist, Bundesliga zu übertragen. Ich verabrede mich mit ihm,  dass er um 15:30 Uhr auf einen der Bildschirme das Spiel der Frankfurter Eintracht gegen den Freiburger SC überträgt. Das wäre geklärt! Dann setze ich mich in die Straßenbahn und fahre bis zur Endstation, irgendwo am Stadtrand von Amsterdam. Hier prägen Bürohochhäuser und Schnellstraßen das Bild. Aber immer auch viel Grün, keine Verwahrlosung, wie sie z.B. in italienischen Städten am Stadtrandt zu treffen ist. Ich esse zwei Cookies, fahre zurück und esse in einem japanischen Restaurant.

Dann ist es 15.30, der Wirt stellt mir wie versprochen den Sender ein, ich schau mir das Spiel an. Es sind 4,5 Fernseher nebeneinander, parallel läuft z.b. Liverpool gegen City, aber keiner schaut richtig hin. Ich schreie laut beim 1:0 für die Eintracht, löse damit Befremden aus, ich bin mit Abstand der älteste im Raum, trinke drei Bier, freu mich über den Sieg und fahre dann zufrieden nach Hause. Amsterdam ist eine tolle Stadt, sehr vielfältig mit vielen Geschäften, sehr lebendig, es gibt so viel zu schauen, aber einfach zu voll, zu viele Menschen selbst um diese Jahreszeit.


Enkhuizen am Morgen

Das Reichsmuseum. Ich bin früh da, um 9.30 Uhr. Da ist es noch nicht so voll.

Einfach ein paar Bilder geknipst zur Erinnerung

Und das ist Maria Stuart

Ein Rembrandt

Puppenstuben


Prinzengraacht. Hier ist die Sportkneipe

Daselbst

Ich meine, das ist der Rembrandt-Plein



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